TRAVEL FOTOREPORTAGE ITALIENREISE – GARDASEE

Im April 2016 fuhren wir mit einem vollgeladenen Auto los Richtung Gardasee. Vorbei an Garmisch zu immer bergig werdender Landschaft und dann der Brenner-Autobahn entlang.
Der wohl coolste Mac Donalds beim Stubaital, mit so einer bomben Aussicht auf die Berge.

Durch die beeindruckenden Dolomiten ging es Richtung Süden. Diese Fotos schoss ich alle aus dem fahrenden Auto heraus.
Angekommen im schönen Städtchen Bardolino! Wir hatten nicht gleich unsere Ferienwohnung gefunden, da in Italien viele Straßen durch Tore abgesperrt sind. Die Wohnung war neu, schick und die netten Vermieter die uns einiges über den Gardasee erzählten, waren sehr nett. Der Garten war sehr gepflegt und wunderschön. Dort konnten wir uns in Ruhe entspannen und sonnen.

Nach dem Auspacken und einer kurzen Pause sind wir gleich an den See gefahren und an der schönen Uferpromenade von Bardolino entlang gelaufen. Was für ein schöner Sonnenuntergang und endlich mal wieder Sonne auf der Haut und warme Temperaturen!






Von unserem Balkon konnten wir fast jeden Abend wundervollste Sonnenuntergänge beobachten.

Am nächsten Tag aßen wir direkt am See im schönsten Sonnenschein zu Mittag. Lecker 🙂
Danach weiter ein paar Läden unsicher machen. Man findet dort sehr viele Läden die hochwertiges Olivenöl und Wein verkaufen. Hier kann auch das Öl vor dem Kauf verkostet werden. Wir fuhren auch weiter ins Hinterland und fanden dort einige Weingüter und Ölmühlen. Ein Autorennen mit fand dort auch über zwei Tagen statt und einige Straßen waren eine Zeit lang gesperrt.
Hier sind wir einfach mal der Nase nach bergaufwärts gefahren und konnten eine schöne Aussicht genießen.

Bardolino von oben mit der Drohne gefilmt!

 Zurück in der Ferienwohnung gab es, trotz sich zuziehendem Himmel, wieder einen beeindruckenden Sonnenuntergang. Godrays! 😀    Ich liebe Sommergewitter und noch toller wenn man es aus erhöhter Sicht eines ranrollen sehen kann. Ich versuchte so lange mit der Kamera Blitze einzufangen, bis es dann doch zu gefährlich wurde. Jens klemmte seine GoPro ans Geländer klemmt und  nahm das Naturschauspiel als Zeitraffer auf. Als es direkt über uns war schepperte es ganz schön und der Wind wehte Stühle weg. Immer wieder beeindruckend solche Naturgewalten!

Am nächsten Tag fuhren wir nach Lazise. Einen Parkplatz findet man vor den Toren der Stadt. Danach geht es zu Fuß weiter durch ein altes Stadttor bis in den Ortskern. Hier fanden wir in einen super schönen Hinterhof und liefen weiter durch das kleine Örtchen an den alten Burgmauern entlang. Es gibt dort einige Geschäfte und Restaurants und so langsam kam immer mehr Urlaubsstimmung bei uns auf.In Italien darf man 40 PS Boote ohne Führerschein fahren. Das wollten wir unbedingt machen, es hat super viel Spaß gemacht und war schneller wie gedacht. 😀  Eine Stunde Miete hatte genau gepasst, denn danach zog wieder ein kurzes Gewitter auf, was aber schnell wieder vorbei war. Noch ein leckeres Eis am Ufer gegessen und die Sonne genossen.

Wir sind eigentlich zufällig wir auf diesen magischen Ort gestoßen, die Landzunge Punta San Vigilio! Abends hielten wir einfach an dem Parkplatz, wo Tage vorher immer viel los war und die Leute um einen Platz kämpften. Der Weg begann an einer langen Allee durch beeindruckende, riesige, alte Zypressen. Am Ende stand eine uralte Villa (die einem Nudelhersteller gehört wie uns unser Vermieter erzählte) und ein noch älterer, großer Olivenbaum aus dem 14. Jahrhundert.

Weiter auf einer alte Steinstraße kamen wir zum Ufer, bzw. Hafen. In dem dort befindlichen schönen, alten Gebäude sind mittlerweile ein Hotel und Restaurant. Dort lässt es sich entspannt direkt am See essen und trinken.

Ansonsten gibt es auf dieser Landzunge noch eine Kapelle aus dem 11. Jahrhundert, einen Appollusgarten, Venusgarten mit Zitronentreibhaus, Hubschrauberlandeplatz, ein Park mit Strand (Kostet Eintritt) „Baia delle Sirene“ und eine Taverne mit Tavernengarten.

Diesen Ort müsst ihr unbedingt besuchen wenn ihr am Gardasee seid! Sehr magisch, friedlich und wunderschön!
Am nächsten Tag fuhren wir ca. 40 Minuten nach Verona. Diese Stadt ist unter anderem für den Romeo und Julia Balkon berühmt . Es war Samstag und viel los. Ein Markt mit vielen Essensständen war vor dem Amphitheater aufgebaut.

Bevor wir die Stadt erkundschafteten, zahlten wir Eintritt und besichtigten die Arena von Verona. Mich beeindruckten die uralten (ca. 30 n. Chr. erbaut), hohen und dunklen Gänge der Arena. Fast etwas unheimlich.  In der römischen Arena  (drittgrößte der erhaltenen Amphitheater)war es so heiß, dass ich das Gefühl hatte meine Ballerinas fangen bald zu schmelzen an. 😀 Die Wände bzw. Stufen sorgten nicht nur für eine super Akustik, sondern verhielten sich wohl auch wie ein riesiger Reflektor.Weiter ging es durch die Stadt, durch kleine und große Gassen, an teuren und günstigen Geschäften vorbei, bis zu dem großen Platz „Piazza delle Erbe“. Ein zentraler Platz in der Altstadt, mit Wochenmarkt, Souvernirständen, vielen Cafés und Restaurants (nicht gerade billig). Ich konnte mich nicht an den schmalen und hoch gebauten alten Häusern mit Freskenmalereien auf der Fassade satt sehen. Die Piazza delle Erbe war in römischer Zeit der zentrale Platz an dem sich das politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Leben Veronas abspielte und ich finde das war dort zu spüren.


Ganz in der Nähe ist das Haus in dem Julia (von Romeo und Julia) gelebt haben soll. Dort tümmelten sich sehr viele Touristen und wie man sieht, so romantisch sieht es dort nicht mehr aus. 😀 😀  Ich fande es aber spannend zu sehen, wie sehr sich Menschen anscheinend wünschen ein Stück Romantik für sich zu haben, oder in einen Ort projizieren können. Der Balkon ist für Touristen nachträglich dran gebaut worden und der Eintritt zum Balkon lag bei ca. 20 Euro….




Noch aufgewühlt von den vielen Eindrücken in Verona konnte ich nicht einschlafen und nutze die Zeit um ein paar Astrofotos von Bardolino zu machen. 🙂
Der nächste Tag war etwas wolkig und wir machten uns zu einem alten Kloster aus, das ich schon die ganze Zeit von unserer Wohnung aus im Auge hatte. Wie sich herausstellte leben dort Nonnen und stellen Schokoladen, Gewürze und Seife her.

Auf dem Rückweg hielten wir spontan an und fingen mit Foto und Drohne, das Lichtspiel der Sonnenstrahlen auf dem Wasser ein.


Nachts fuhren wir zu dem kleinen, idyllischen Örtchen Torri del Benaco und schossen oberhalb ein paar tolle Astrofotos und machten einigen Quatsch mit Langzeitbelichtung.

   An dem Ort Garda und zwei Freizeitparks vorbei, fuhren wir am nächsten Tag nach Sirmione. Das Städtchen liegt am Südufer des Sees auf einer Halbinsel. Mit dem Auto kommt man nur bis zu einem großen Parkplatz und läuft danach durch ein Burgtor in die autofreie Innenstadt.

Durch kleine Gassen mit vielen Restaurants, Geschäften, Eisdielen (mega langen Eisdielen mit riesen Auswahl!!) und Cafés, liefen wir bis zum Ende der Halbinsel. Vorbei an einem Thermalbad und einem gut abgeschotteten 5 Sterne Hotel kamen wir bis vor eine Ruine, die leider geschlossen war. Wir liefen zurück und fanden diesen schönen Ort. Leider sah er schöner aus, wie er an manchen Stellen roch. 😀 Im Sommer kann man dort sicher schön baden und entspannen. 


Hier machten wir auch wieder ein Bild für meine fortlaufende Serie: https://carola-boehler.de/portfolio_page/u-and-i/
Bevor die ins Wasser gebaute Stadt untergeht, wollte ich unbedingt noch Venedig gesehen haben. Also fuhren wir ca. 1,5 Stunden mit dem Auto in die berühmte Stadt, die uns sehr beeindruckte. Ich konnte mal wieder etwas Streetphotography und viele schöne Bilder machen. Hier habe ich der Stadt einen extra Eintrag gewidmet: https://carola-boehler.de/portfolio_page/venedig-streetphotography/
Zum Abschied bot uns der Gardasee wieder einen super schönen Sonnenuntergang und am nächsten Tag ging es zurück in das immer noch kalte und verregnete Deutschland.

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