Streetfotografie Venedig Städtereise April 2016

Nach Venedig fuhren wir von unserer Ferienwohnung in Bardolino am Gardasee ca. 1,5 Stunden. Laut Internet ist die beste Zeit Venedig zu besuchen Frühling und Herbst. Wir hatten also eine gute Zeit erwischt, denn wir waren Mitte April unterwegs. In Deutschland schien noch kaum die Sonne, dafür jeden Tag in Italien und es war angenehm warm.

Die Anfahrt nach Venedig ging problemlos und nach viel nicht so schön aussehender Industrie, fuhren wir über die letzte mit dem Auto befahrbare Brücke und waren endlich in Venedig angekommen. Auf dem obersten Deck eines Parkhauses fanden wir Platz und liefen daraufhin los.

Hier standen wir also, am roten Punkt (links). Von dort aus geht es nur noch zu Fuß, oder mit dem Boot weiter.

Über die erste große moderne Brücke und wir waren mitten in Venedig.

Fährt man mit dem Zug an, kommt man direkt hier an.

Anfangs sahen wir nicht viel vom Wasser und den Wasserwegen, wir hätten auch in Verona sein können. Doch das sollte sich bald ändern.

Ich hielt immer die Augen nach schönen und interessanten Details offen. Was hier nicht schwer war, denn überall sieht man die Liebe zum Detail.

Solche engen Gassen gibt es fast überall wenn man sich abseits der größeren Wege umschaut.  Die Abfolge der Bilder zeigt unseren Weg durch die Stadt. Insgesamt waren wir ca.  Stunden unterwegs.

Traditionelle venezianische Karnevals-Masken Essen gehen ist in Venedig sehr teuer. 

In Venedig sind an vielen Türen wunderschöne Ornamente und Türknäufe, mit zum Beispiel Dämonengesichter, afrikanischen Gesichter, oder Löwengesichter. Das hängt mit der Geschichte der Stadt zusammen, denn im 15. Jahrhundert wurde dort unter anderem auch mit afrikanischen Sklaven gehandelt.     In Venedig gibt es auf kleinen Raum so viel historisch bedeutende Gebäude, wie sonst kaum wo. Viele verschiedene Stilepochen sind dort zu finden: Romanik, Gotik, Renaissance, Barock, Rokoko.  Venedig war bist 1797 eine der größten europäischen Städte und bis ins 16. Jahrhundert eine der größten Handelsstädte. Der Handel mit dem Orient beeinflusste auch die Architektur. Ohne die vielen Hinweisschilder, wo es zum Beispiel zu den verschieden Plätzen, Brücken und anderen Sehenswürdigkeiten geht, hätten wir uns nicht zurecht gefunden. Venedig und seine Lagune stehen seit 1987 auf der UNESCO-Liste des Weltkulturerbes.  .  Durch die dunklen Gassen kommt kaum Sonne durch. Hier erwischte ich gerade einen tollen Moment, als die Sonne durch eine Wassergasse durch schien.  BHs an der Decke? 😀 Hätte mich mal die Geschichte dazu interessiert.       Kurz bevor ich am durchdrehen war, weil ich endlich aus den nicht enden wollenden immer enger, kleiner und dunkler werdenden Gassen raus wollte, standen wir plötzlich am Markusplatz, dem Piazza San Marco. Dort erwartet uns genau das Gegenteil, riesige freie Flächen, riesige Gebäude, viel Sonne und das Meer. Und wir waren überwältigt. Im Sommer wird hier wahrscheinlich die Hölle los sein. Die astronomische Uhr des Uhrturmes (Torre dell’Orologio) zeigt die Mond- und Sonnenphasen und die Tierkreiszeichen an.     Dieses Motiv hat die Welt gefühlt schon Millionen Mal gesehen, jetzt gibt es noch meine Version dazu. 😀  Wir zwei von hinten. Ein Bild für meine Serie von uns zwei an den verschiedensten Orten und Ländern: https://carola-boehler.de/portfolio_page/u-and-i  Hier ruhten wir uns kurz aus und genossen die Abendsonne. Wir waren ganz schön platt von dem langem Weg. So langsam leerte sich Venedig immer mehr. Der Vermieter unserer Ferienwohnung gab uns den Tipp, dass ab ca. 17 Uhr Venedig leerer wird, da die meisten Touristen wieder zurück ins Hotel gehen.  Asiatische Touristen die Spaß an den Tauben fanden, die so zutraulich sind, dass sie sogar auf die Menschen sitzen. Ungewöhnlich viele Tauben gibt es aber nicht mehr. Füttern ist verboten, ansonsten gibt es eine deftige Geldstrafe. Auf dem Markusplatz ist das Essen richtig teuer und für die Musik gibt es einen „Musikzuschlag“ von ca. 6 Euro pro Person.Wie so oft starb ein Künstler einsam und verkannt. Feuerbach gehört zu den bedeutendsten deutschen Malern der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts.

Sehr viele andere berühmte Künstler lebten, oder wirkten ebenso in der Stadt, wie zum Beispiel Marco Polo, Richard Wagner, Mozart und der aus unserer Zeit bekannte Terence Hill wurde 1939 dort geboren. Überall in der Stadt findet man mit Stuck verzierte Fenster und Gemäuer. Und gleich nebenan verrückte Schaufenster bekannter teuren Marken.  Ich liebe solche alten Schriften und Schilder. Da ich nicht nur Fotografin, sondern auch Kommunikationsdesignerin bin, habe ich auch ein Auge für Typografie.  Ein altes Wappen „P. & C. Habig Wien Berlin – K. u. K. Hof-Hutfabrik – 1862“ Ein fünf Sterne Hotel, das den Stil der vorherrschenden Gebäude etwas bricht. Verzierungen, Schnörel und Ornamente wohin das Auge reicht.  Geniale Streetart, die gut den typischen Touristen darstellt. 😀 😀Denkt man an Venedig, kommen einem sofort Bilder in den Kopf von Pärchen die romantisch mit der Gondel durch die Kanäle geschippert werden. Kann man machen, kann aber für eine halbe Stunde schon mal 100 Euro kosten.  Erinnert mich an Aladin. 🙂Habe ich schon erwähnt, dass ich alte Schriften und Schilder liebe? 😀  Einheimische Kinder die mit dem Ball spielen.  So langsam ging die Sonne unter… Schatten-Selfie    Sonnenuntergang an der Ponte dell’Accademia Brücke.  Das Phänomen unserer Zeit: Selfies. 😀  Fast jeder um uns rum hielt ein Handy, oder Tablett in der Hand und machte Selfies von sich.    Eine Künstlerin die vertieft in ihre Zeichnungen am Kanal stand. Gleichzeitig trat der alte Mann aus der Tür und schaute gemächlich dem Treiben um sich rum zu.Der geflügelte Löwe „Markuslöwe“ ist seit 828  das Wahrzeichen Venedigs.  Auf dem Rückweg nahmen wir den kürzen Weg durch Venedig. Das ging um einiges schneller. Lustigerweise war genau das Pärchen das uns am Anfang fragte, ob wir ein Bild von ihnen machen können, genau zur selben Zeit am selben Ort auf dem Rückweg wie wir. Am Schluss standen sie sogar mit uns im Aufzug unseres Parkhauses. Und das obwohl die Stadt tausend Gassen und Wege und immens viele Touristen hat. Verrückte Zufälle gibt es…. Der Ausblick von unserem Parkhaus aus. Um 19 Uhr ging so langsam die Sonne unter und wir fuhren zurück zum Gardasee.

Ich war sehr beeindruckt und inspiriert von der Stadt. So viele verschieden Eindrücke musste ich erstmal verarbeiten, aber freute mich sehr dort gewesen zu sein.

Die Stadt scheint immer mehr im Meer zu versinken. Bevor sie untergeht, kann ich nur empfehlen ihr auch mal einen Besuch abgestattet zu haben. 😀

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streetfotografie frankreich colmar strassbourg

Streetfotografie Colmar und Straßburg Frankreich 2017

Alle Fotos sind Anfang 2017 in Frankreich im wunderschönen Colmar und Straßburg entstanden. Beide Städte sind meiner Meinung nach sehr sehenswert. Das romantische Colmar hat mir ein Stückchen besser gefallen. Die kleine Gassen, die vielen Wasserkanäle und die schönen alten Häuser aus dem Mittelalter haben einfach Charme und erinnerten mich an Venedig. Nicht umsonst wird die Stadt im Elsass Klein-Venedig (La Petite Venise/Little Venice) genannt.

Colmar und Frankreich werden gut von Touristen besucht, daher nutzten wir ein paar Tage im Februar (über den Valentinstag) um die Städte zu erkunden. Für mich ist Shopping nicht so wichtig, dafür liebe ich es in die Streetphotography völlig einzutauchen und mich auf die Fotografie und das Beobachten der Umgebung zu konzentrieren. Mit Geduld, einem wachen Geist und Auge und einer Portion Glück konnte ich tolle Motive während des Kurzurlaubes in Frankreich einfangen. Viel Spaß beim Durchschauen! 🙂

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